Kirchen

Die nachfolgenden Texte sind dem Buch "Häuser am Weg" (Die Kirchen im Kirchenkreis Schleiz, Teil II - Orlatal) mit freundilcher Genehmigung des Autors Peter Weiss entnommen.

Die Wehrkirche zu Oberoppurg vgo_kircheoberopp(St. Anna)

Schon von weitem sieht man den Turm mit seinen fünf Spitzen wuchtig über der Kirche aufsteigen. Aus Steinen aufgemauert ist sein Aussehen einmalig. Das heutige Gotteshaus ist der Hochgotik zuzurechnen. Aber immerhin wird Oberoppurg bereits 1074 als "beide Oppult" mit Oppurg gemeinsam erwähnt. Das lässt romanischen Ursprung annehmen. Das Langhaus scheint im 16. Jahrhundert erbaut zu sein und wurde im 18. Jahrhundert überholt, vielleicht aufgestockt. Der Altar steht ungewöhnlicherweise im Norden, der Haupteingang der Kirche ist von Osten, ihm gegenüber im Westen die kleine Sakristei. Sie besitzt, wie auch der Chor unter dem Turm, ein einfaches Kreuzgratgewölbe, während die Decke im Schiff von einer flachen Brettertonne überdeckt wird. Der Altar verrät durch die Weihekreuze in der steinernen Mensa hohes Alter, während der Altaraufbau von 1680 dem Barock angehört. Direkt über der Altarplatte befindet sich ein Abendmahlsbild, darüber steht das große Bild der Kreuzigung, darüber die Himmelfahrt und schließlich als Abschluss im Giebel das Dreieck der Heiligen Dreifaltigkeit. Eingefasst wird alles von reichlichem Schmuck, von dem vor allem die aus Brettern geschnittenen und bemalten Figuren der vier Evangelisten genannt seien. Die Kanzel ist sehr schlicht gestaltet und steht vor dem Triumphbogen an der Seite. Der Taufstein besitzt eine schöne alte Inschrift: "Diesen tauffstein hat der Kc zu oburch hauen lassen Joh. Nicol. Horn." Er stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts und atmet noch den Geist der eigentlich schon vergangenen Renaissance. Die beiden wuchtigen Emporen nehmen nur die West- und Südseite der Kirche ein, wobei auffälligerweise die obere reicher mit Buckelwerk und Brettertraillen verziert ist.
Auf der Orgelempore steht neben den Resten einer neugotischen Orgel und einem alten, unbrauchbaren Harmonium eine "Clavinova", ein elektrisches Klavier zur Verfügung.
Im Turm hängen zwei Bronzeglocken, die große von 1520 und die kleine von 1617. Auf der älteren wird die Heilige Anna genannt, die vielleicht die Namensheilige unserer Kirche ist. Die jüngere ist von Hieronymus Mehrinck in Erfurt gegossen.
Die Kirche wird von einer noch großenteils erhaltenen Mauer umgeben.

St. Anna
Die Heilige Anna ist nach christlicher Überlieferung die Frau des heiligen Joachim und Mutter der Jungfrau Maria. Schon früh wurde sie verehrt, im späten Mittelalter erreichte der St.-Annen-Kult seinen Höhepunkt. 1584 wurde der 26. Juli als ihr Festtag festgelegt, zusammen mit Joachim.

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